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Der Hydrant: In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit
Wasser. Das Löschwasser wird an Zapfstellen im Straßenbereich entnommen, die
als Oberflur- oder Unterflurhydranten bezeichnet werden. Um Beschädigungen
an Hydranten zu vermeiden und Verkehrsbeeinträchtigungen auszuschließen,
werden heute überwiegend Unterflurhydranten für die Löschwasserversorgung
verwendet. Den Städten und Gemeinden obliegt die Verpflichtung,
Löschwasser in ausreichendem Umfang vorzuhalten. Den Bürger trifft aber
die Verpflichtung Hydranten freizuhalten, damit die Feuerwehr nicht «auf
dem Schlauch» steht.
Deshalb gilt im Allgemeinen: Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel- und Verschlüsse von Kraftfahrzeugen freizuhalten. Beachten Sie: Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, bedeuten ein Hindernis für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Wertvolle Minuten vergehen, wenn vereiste Hydranten erst von der Feuerwehr zugänglich gemacht und aufgetaut werden müssen. Achtung: Der Wasservorrat eines Tanklöschfahrzeuges ist in wenigen Minuten verbraucht. Die Hinweisschilder von Hydranten sind leicht zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250 x 200 mm und einem 20 mm breiten roten Rand. Die schwarzen Zahlen auf dem Schild geben die Lage des Hydranten in Meter-Entfernung nach vorwärts, links oder rechts an. BITTE ! Hydranten von Eis und Schnee befreien: Minusgrade, Schnee und Eis: Der Winter hat Deutschland fest im Griff. Nicht nur im Alltag kommt es dadurch zu Behinderungen – die bittere Kälte erschwert auch die Arbeit der mehr als eine Million Feuerwehrangehörigen bundesweit. „Abgesehen von einer witterungsbedingten Häufung von Einsätzen bereitet oft bereits der Weg zur Einsatzstelle Probleme“, erläutert Dr. h. c. Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Schlecht oder gar nicht geräumte Wege können sogar das Eintreffen der Einsatzkräfte verzögern. Auch am Ort des Geschehens selbst müssen die haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen mit Schwierigkeiten rechnen: „Häufig sind Hydranten für die Wasserversorgung mit Schnee und Eis bedeckt oder zugeparkt, da sie nicht sichtbar sind“, erklärt Ackermann. Der Experte appelliert daher an alle Hausbesitzer: „Sorgen Sie dafür, dass Hydranten beim Schneeräumen nicht zugeschoben werden, sondern frei zugänglich und nicht von einer Eisschicht bedeckt sind! Damit erleichtern Sie die Arbeit der Feuerwehr im Einsatzfall enorm.“ Durch die Kälte kann auch die Ausrüstung der Feuerwehr leiden: Steht das Wasser in den Schläuchen über längere Zeit, können diese einfrieren. „Glättegefahr an der Einsatzstelle besteht zudem, wenn austretendes Löschwasser gefriert“, ergänzt Ackermann die Kälterisiken für die Feuerwehr.
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