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Rauchmelder:
Die Brandgefahr ist nie zu unterschätzen.
Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit
davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber
im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen
technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder
zur Katastrophe führen.
Brandtote sind Rauchtote
Fast alle Brandtoten fallen nicht den Flammen, sondern den giftigen
Rauchgasen zum Opfer, die während der Schwelbrandphase entstehen. 95% der
Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen
Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid - schon wenige Lungenfüllungen Kohlenmonoxid
sind tödlich.
Rauchmelder retten Leben
Heimrauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die
tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des
Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und
verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit
bringen zu können. Glauben Sie keinen Gerüchten, dass Sie wach werden. Im Schlaf
sind die entsprechenden Sinne und Reflexe ausgeschaltet.
Andere Länder, weniger Opfer
Im sonst so Sicherheitsbewussten Deutschland sind Rauchmelder gesetzlich
nicht vorgeschrieben. Ganz anders dagegen in den USA: Mindestens 93% der
Haushalte sind hier mit Rauchmeldern ausgestattet, wodurch die Anzahl der
Brandtoten um bis zu 40% gesunken ist. Hintergrund ist eine gesetzliche
Regelung, nach der mindestens ein Rauchmelder in jeder Wohnung installiert sein
muss. Ebenfalls ganz im Gegensatz zur Verbreitung in Deutschland - nur 7%! - ist
auch in Großbritannien oder Schweden der überwiegende Teil der Haushalte mit
Rauchmeldern ausgerüstet, die auch hier für eine deutliche Verringerung der
Brandtoten sorgen.
| Feuerwehrverband fordert bundesweite Pflicht für Rauchwarnmelder |
„Mindestens zwölf Menschen sind bundesweit bei Bränden an den Weihnachtstagen ums Leben gekommen, drei weitere bei einem tragischen Gasunglück. Dies ist aus Sicht der Feuerwehren eine erschreckende Häufung und einmalig während der Weihnachtstage in den vergangenen Jahren“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).
Die Brandopfer waren bei je zwei Bränden in Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen zu beklagen. Allein fünf Menschen verloren im nordrhein-westfälischen Unna bei einem Wohnhausbrand ihr Leben. Bei diesen und weiteren Feuern wurden laut DFV außerdem mindestens 25 Menschen verletzt, mehrere davon schwer.
„Die meisten Brandopfer der Weihnachtstage waren in den Abend- und den frühen Morgenstunden zu beklagen. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Menschen vom Feuer überrascht wurden. Der Deutsche Feuerwehrverband sieht sich deshalb in seiner Forderung nach einer gesetzlichen Einbaupflicht für Rauchwarnmelder in Privatwohnungen in allen Bundesländern bestätigt. Bislang ist dies erst in acht von 16 Bundesländern der Fall“, erklärt Feuerwehr-Präsident Kröger.
Vor dem Hintergrund des Gasunglückes in Frankfurt am Main appelliert der DFV auch an die Politik, die Standards bei der Überwachung von Heizungsanlagen nicht abzusenken. „Kohlenmonoxidvergiftungen durch defekte Heizungsanlagen sind im Verhältnis zu anderen Ländern bei uns seltene Ereignisse, weil das Schornsteinfegerhandwerk bei uns vorbildlich organisiert ist“, sagt Kröger.
Der Deutsche Feuerwehrverband vertritt die mehr als eine Million aktiven Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, der Berufs- und der Werkfeuerwehren. DFV-Präsident Kröger: „Allen Feuerwehrmännern und -frauen, die zu Weihnachten und zum Jahreswechsel rasche Hilfe bringen, danke ich sehr. Meine besondere Achtung gilt den Feuerwehrangehörigen, die bei den schweren Brandereignissen an den Weihnachtstagen im Einsatz waren. Den Angehörigen der Todesopfer bei diesen Bränden gilt auch das Mitgefühl der Feuerwehren.“
27.12.2009 Deutscher Feuerwehrverband e.V. |
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