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von Gerd Kever-Bielke anlässlich des JF-Jubiläums 2002 Im Jahre 2001 gab es in Deutschland, nach Zahlen des Deutschen Jugendfeuerwehrverbandes, 16.670 Jugendfeuerwehren mit 251557 Mitgliedern. Das bedeutet, dass durchschnittlich in jeder Jugendfeuerwehr 15 Mitglieder sind, Betreuer nicht mitgerechnet. Auf den ersten Blick eine stolze Zahl. Aber in den letzten Jahren hat die Zahl der Jugendfeuerwehren abgenommen, auch im Wetteraukreis. Das besonders bedauerliche daran ist, dass es nicht an dem schwindenden Interesse der Jugendlichen liegt, sondern weil in den meisten Fällen keine Jugendwarte mehr zur Verfügung standen und von den aktiven Feuerwehrleuten keine oder nur unzureichende Unterstützung kam. Das ist kurzsichtig! Nicht nur weil aus dem Kreis der Mitglieder der Jugendfeuerwehren die meisten späteren aktiven Feuerwehrleute kommen, sondern weil über das Feuerwehrwesen hinaus die Jugendfeuerwehr, besonders auf dem Land, eine besondere Rolle einnimmt. Die Angebote einer guten Jugendfeuerwehr beschränken sich nicht nur auf die Vermittlung von feuerwehrtechnischem Wissen, sondern bietet ihren jugendlichen Mitgliedern Freizeitgestaltung und die Vermittlung von sozialen Werten an. Sich ehrenamtlich für andere zu engagieren, als Gruppe und nicht nur individualistisch zu agieren, sind Eigenschaften, die in der heutigen Leistungsgesellschaft zunehmend verloren gehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Heuchelheimer
Jugendfeuerwehr auch in den nächsten
Jahren in dieser Hinsicht ihre positive Entwicklung fortsetzt. Die Gründungsmitglieder Jugendfeuerwehr "außer Dienst" - Sport+Spiel Ausflüge ins USA-Wellenbad, dem Phantasialand in
Brühl und die organisierten Videonachmittage, Zeltlager, Besichtigungen und
Kinobesuche runden den Bereich Sport+Spiel ab. Anfang bis Mitte der neunziger Jahre war es sowieso nicht so wichtig welchen Platz man in der Gesamtabrechnung belegte, wichtig war nur: Man musste die beste Stadtteilmannschaft sein. Vieles konnte passieren, schlechte Noten, Freundin oder Freund weg, Ärger mit den Alten, alles zu ertragen, aber wenn die Reichelsheimer oder Weckesheimer einen besseren Platz belegten, dann war nicht nur der Tag sondern die ganze Woche versaut. Aber das ist Vergangenheit, wie vieles andere auch. Im Jahre 2000 feierte die Altenstädter Jugendfeuerwehr 30 jähriges Jubiläum. Die Kreisjugendfeuerwehr veranstaltete aus diesem Anlass einen Sportwettbewerb. 34 starke Mannschaften traten an. Die Heuchelheimer natürlich auch. Acht Aufgaben mussten bewältigt werden. Neben spielerisch/sportlichen Aufgaben wie Ballonstechen, Sackhüpfen oder Murmelsuchen in einem Notwasserbehälter, mussten auch feuerwehrtechnische Wettkämpfe bestritten werden. Große Geschicklichkeit verlangte das Zielwerfen mit 15m C- Schläuchen, gute Kenntnisse über Knotenkunde wurde bei einem anderen Spiel gefragt. Am frühen Nachmittag, fand dann die Siegerehrung statt. Dann die Überraschung: Die Heuchelheimer gewannen den Kreisjugendfeuerwehr-wettbewerb.
Aus diesem Beispielen wird deutlich, dass bei den Wettbewerben, ob sie nun Spiel ohne Grenzen oder Sportwettkämpfe heißen, immer ein Gemisch aus spaßigen, sportlichen und feuerwehrspezifischen Aufgaben zu erfüllen ist. Der nächste Wettbewerb kommt bestimmt. Jugendfeuerwehr "außer Dienst" II— Ausflüge
und Zeltlager Bei den bisherigen Zeltlagern bewährte sich vor allem das Küchenteam. Dreißig ausgehungerte Mägen wollen mindestens dreimal am Tag gefüllt werden. Im Zeltlager 2000, wurde von Daniela Mayer sogar Morgengymnastik angeboten. Die gemeinsamen Zeltlager waren immer, für die Mitglieder/innen der Jugendfeuerwehr eine intensive Erfahrung, die sich sehr positiv auf die vielen weiteren Treffen und Übungen in der Folgezeit auswirkte. Daher sollen auch in Zukunft solche gemeinsamen Fahrten beibehalten werden. Übungen und Unterrichte
Ganz klar, trotz aller Disziplin, Jugendwart und alle Feuerwehrmitglieder/innen freuen sich wenn es endlich wieder nach draußen geht, zu den Übungen. Sprühstrahl.....bloß kein Vollstrahl
Bei den Übungen werden verschiedene "Brandlagen" angenommen. Einmal brennt eine Scheune, dann ein Feld oder ein Wohnhaus steht im Vollbrand. Da gilt es schnell, aber ohne Hektik die Schläuche auszurollen, den Verteiler zu setzen, das Standrohr zu stellen. Dann kann man beweisen, ob man im Unterricht auch zugehört hat. Aber uns vom Jugendwartteam ist wichtig, dass auch die Übungen nie in unnötigen Ehrgeiz zwischen den Teams ausartet. Eine wichtige Botschaft ist, die wir immer wieder vermitteln, jeder soll jedem helfen. Große helfen kleineren Mitgliedern beim Kuppeln oder tragen der Schläuche. Bestimmte Handgriffe werden gezeigt und gemeinsam geübt. Es ist uns wichtig, über das Lernen und Üben hinaus, noch zu vermitteln, dass auch solidarisches Handeln besonders wichtig ist. Dass man anderen, die noch nicht so weit sind, hilft, dass man sein Wissen weitervermittelt und nicht als "Macht" für sich behält. Am Ende einer jeden Übungssaison steht die so genannte Abschlussübung der Heuchelheimer Jugendfeuerwehr und eine Gemeinschaftsübung aller Reichelsheimer Jugendfeuerwehren. Bei den Gemeinschaftsübungen nehmen nicht nur alle fünf Stadtteiljugendwehren teil, sondern auch das Jugendrotkreuz aus Weckesheim. Um all diese unterschiedlichen Jugendwehren unter einem Hut zu bekommen und auch noch das Jugendrotkreuz sinnvoll einzusetzen, ist ein hohes Maß an organisatorischem Aufwand nötig. Die Jugendlichen wissen im Voraus, wann die Übung angesetzt ist, aber wo, was und wie geschieht, erfahren sie erst vor Ort. Ähnlich sieht es bei der Jahresabschlussübung aus. Am Ende eines Sommers, wird am letzten Übungstermin vor der Winterpause, immer eine komplexe Einsatzsituation geplant, damit alles Gelernte noch einmal in der Praxis geübt werden kann. Bei der Abschlussübung im Jahre 1999 zum Beispiel, wurde mit einigem Aufwand ein Brandobjekt gebaut. Die damalige Übungssituation hieß: Wohnhaus in Vollbrand, Flammen drohen auf den Bauhof und gelagertes Altholz überzugreifen. Natürlich hatte die Jugendfeuerwehr nach kurzer Zeit auch dieses Problem schnell unter Kontrolle und es hieß: Feuer gelöscht, Wasser halt. Liebe Eltern Jugendfeuerwehr in Zahlen Die Jugendfeuerwehr im Jahre 2002
Die Jugendfeuerwehr im Jahre 2005
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